Archive for May, 2010

Vergrößer deinen Stack

 

 

Beim Pokern müssen die Spieler in der Lage sein Pot-Wahrscheinlichkeiten zu kalkulieren, um entscheiden zu können, ob ein Call ratsam ist oder nicht. Manchmal sind die Potwahrscheinlichkeiten nicht sehr günstig und niedrig. In diesen Situationen ist eine Entscheidung schwierig. In so einer Situation müssen die Spieler jedoch auch die angedeuteten Pot-Wahrscheinlichkeiten in ihre Entscheidung mit einbeziehen und abschätzen können, wie groß der Pot nach der vierten oder fünften Straße sein wird.
Eine Möglichkeit, die indirekten Pot-Wahrscheinlichkeiten beim poker online abzuschätzen ist es, die Stacks der anderen Pokerspieler am Tisch zu beurteilen. Im Grunde genommen repräsentiert die Summe der Stacks beim No-Limit-Poker den maximal möglichen Pot. Wenn alle Spieler nur kleine Stacks haben, wird auch der Pot nicht sonderlich groß werden und somit sind auch die indirekten Potwahrscheinlichkeiten ungünstig. In diesem Fall lohnt es sich beim Poker nicht, einen Flush- oder Straight-Draw zu verfolgen.

Auf eine bestimmte Hand zu spekulieren, ist nur dann sinnvoll, wenn auch ein großer Pot möglich ist. Wenn dem Pot ein großer Stack zugefügt wird, beenden schwache Spieler mit einer Drawing Hand gewöhnlich ihr Spiel. In dieser Situation bist du dann an der Reihe, einen großen Stack zu callen und du hast die Chance einen riesigen Pot zu gewinnen, wenn du es schaffst, deine Hand im Flop oder am River zu treffen.

Wenn du beim Poker spielen eine Call-Entscheidung treffen musst, solltest du stets die Chips-Anzahl deiner Mitspieler und die indirekte Potwahrscheinlichkeit in die Entscheidung mit einbeziehen.

Limit- oder No-Limit Texas Hold’em?

Limit-Poker und No-Limit-Poker sind sehr verschieden, auch wenn beide Varianten desselben Spiels, Texas Hold’em, sind und die Poker regeln für beide Spiele fast die gleichen sind. No-Limit-Hold‘em wird manchmal auch als der “Mercedes unter den Pokerspielen” bezeichnet. Denn der Höhepunkt fast aller großen Pokerturniere ist meist ein NL Hold‘em Main-Event.

Seitdem Pokerturniere im Fernsehen ausgestrahlt werden, ist die Beliebtheit von NL Hold‘em stark angestiegen und fasziniert immer mehr neue Spieler. Mit ein wenig Spielerfahrung finden die meisten Spieler jedoch schnell heraus, dass NL Hold‘em in Wirklichkeit völlig anders ist, als es im Fernsehen dargestellt wird.

Ein NL Hold’em Cash Game zu gewinnen ist nicht einfach. Es bietet ein großes Potenzial für Varianzen in der Größe des Stacks eines Spielers. Beim No-Limit-Texas-Hold’em schrumpfen und wachsen die Stacks oft beängstigend schnell und es kann durchaus passieren, dass man seinen gesamten Stack mit nur einer Hand verliert. Spieler, denen solch dramatische Wechsel zu schaffen machen, werden schnell ihr Interesse an NL Hold‘em verlieren.

Limit-Hold‘em dagegen, ist nicht ganz so extrem wie No-Limit-Hold‘em. Da die Einsätze strukturiert sind und eine Obergrenze festgelegt ist, hat Limit-Hold‘em etwas Beruhigendes. Denn man kann sich sicher sein, dass sich der eigene Stack nicht innerhalb von Sekunden in Luft auflösen wird.

Nur selten verliert ein Spieler beim Limit-Poker ganz unerwartet so viel Geld, dass er on tilt ist. Man weiß immer ganz genau, wie viel man für eine bestimmte Hand zahlen muss, um weiter zu kommen. Die zu erwartenden Abweichungen sind für jede Hand recht klar definiert.

Echtgeldspieler, deren Gemütsstand nicht stark genug ist, um alle Chips auf einmal zu verlieren, sollten deshalb eher Limit-Poker spielen.